Französisch, neuseeländisch, schottisch!
7 06 2011Jetzt haben wir schon einen Ausflug in die französischen Gefilde gemacht, da kann die schottischste Stadt Neuseelands auch gleich kommen: Dunedin ist eine der größten Städte Neuseelands und, wie ich gehört habe, auch eine der schönsten. Deswegen haben sich meine Erwartungen auch ganz schön hoch gesteckt.
Und übrigens: es heißt gesprochen Daniedn 😉
Bevor es dann aber nach Dunedin ging, mussten wie noch einen Stop bei den berühmten Moeraki Boulders machen – große Steinkugeln, die einfach so (auf natürliche Art und Weise) am Strand liegen und langsam aufbrechen. Bei dem richtigen Sonnenstrand sehen die bestimmt spektakulär, aber mal ernst genommen, das sind wirklich einfach nur Steine, die doch ganz interessant aussehen. Nicht mehr und nicht weniger.
In Dunedin gab es dann doch eine ganze Menge zu erleben und in unseren fünf Tagen hatten wir ja auch ganz viel Zeit dafür. Schon als wir in die Stadt herein gefahren sind konnten wir einen der wichtigsten Punkte abhaken. Baldwin Street ist die steilste Straße der Welt und jeder Tourist muss doch zumindest einmal ganz nach oben laufen. Ganz so großartig war das dann aber auch nicht, wenn man davon hört, erwartet man die Straße doch noch um Einiges steiler.
Die Otago Peninsula ist eine relativ kleine Halbinsel gleich neben Dunedin (eine Rundfahrt sind nur etwa 64 km), auf der vor allem das Wildlife im Vordergrund steht: Zwergpinguine, Gelbaugenpinguine, Albatrosse, Seerobben… Gibt es alles hier neben einer der größten Städte in Neuseeland, leider wird das aber auch kommerziell genutzt und so kann man umsonst nicht sonderlich viel sehen. Außer natürlich man ist ganz spät da, wenn die Pinguine an Land kommen, aber da ich immer noch kein großer Fan davon bin im Dunklen zu fahren (ich erinnere da an ein paar Kühe auf der Straße), haben wir das dann lieber gelassen, das hatten wir ja schon in Oamaru.
Ein ganz großes Must-Do in Dunedin ist ja Cadbury World! Cadbury ist die ganz große Schokoladenmarke hier in Neuseeland und auch in Australien (und soweit ich weiß auch in ganz vielen anderen Ländern… seltsam, dass ich die noch nie in Deutschland gesehen habe) und seit ich hier bin wurde schon ganz, ganz oft an Schokoladentafeln aufgestockt! Und Cadbury World ist halt eine der vielen Fabriken, wenn doch eine relativ Kleine. Mehrmals täglich werden aber Fabriktouren angeboten, auf denen man dann auch den Schokoladenfall zu sehen und heiße Schokolade zu essen bekommt. Yummi 🙂 Wenn dann noch überall die kleinen Oompa-Lumpas rumlaufen würden, lässt Willy Wonka grüßen! Im Geheimen haben wir ja schon gerätselt, ob nicht sogar Johnny Depp die Führungen macht… Aber nein, das ist nur Wunschdenken.
Sonst sind wir vor allem durch die Stadt gelaufen und haben uns einfach nur die Gebäude und was es halt noch so zu sehen gibt abgeguckt – die Railway Station, das meistfotografierte Gebäude Neuseelands (und zusammen mit dem Opernhaus in Sydney der südlichen Hemisphäre). Die Uni, den chinesischen Garten (einer von drei authentischen Nachbildungen auf der Welt), das Oktagon (das achteckige Stadtzentrum, um das sich alles herum dreht)…
Und da ich es nicht lassen kann: Cosplays! Ja, zufällig genau an dem Wochenende, an dem wir hier waren, gab es hier eine Convention und ich wollte mir einfach mal einen Eindruck verschaffen, wie das die Neuseeländer so mit dem Cosplay handhaben. Naja, war aber nicht der Rede wert, die Con war so winzig, dass wir gar nicht erst reingegangen sind (geschweige denn 15$ dafür ausgegeben haben) und die Cosplays waren jetzt auch nicht das Wahre. Mehr als ein flüchtiges Vorbeilaufen war es dann also doch nichts.
Und das war dann auch die letzte Großstadt für mich in Neuseeland, da freut sich doch mein Fahrerherz – nie wieder extremer Verkehr in einer verwirrenden Großstadt! 🙂

